Lampenfieber und Goldregen: Lisa-Marie blickt zurück

Schon als sie jünger war, wollte Lisa-Marie Fritzsche Goldmarie werden. Als sie dann alt genug war, hat sie sich getraut - und das zum richtigen Zeitpunkt! Als Goldmarie war sie auch ein Teil des Hessentagpaares und erlebte das gigantische Landesfest in ihrer Heimatstadt hautnah mit. Über die Zeit als Goldmarie, die schönsten Erlebnisse und welche Anforderungen auf die Nachfolgerin warten, sprach Lisa-Marie mit Piera Schmincke vom FREUDICHAUFKORBACH-Team (auf dem Foto links).

 

Das Interview

Piera: Im Sommer übergibst du deine Schärpe an eine Nachfolgerin. Mit dem Hessentag im vergangenen Jahr fiel ein absolutes Großereignis in deine Amtszeit. Gab es etwas in den letzten drei Jahren, dass mit so einem Fest mithalten konnte?

Lisa-Marie: Der Hessentag war natürlich etwas ganz besonderes, kaum zu vergleichen mit den Veranstaltungen an denen man als Goldmarie sonst teilnimmt. Aber trotzdem gibt es natürlich ein Fest in Korbach, an denen mindestens genauso gefeiert wird: Unser „kleiner Hessentag“ – das Altstadt-Kulturfest. Hier beginnt das Amt der Goldmarie, man ist jedes Jahr bei der Eröffnung und verschiedenen Veranstaltungen dabei, trifft viele neue Menschen und all seine Freunde. Und dort endet es auch - deswegen ist es etwas ganz besonderes.

Piera: Als 1997 der erste Hessentag in Korbach stattfand, gab es die „Goldmarie“ noch nicht. 2018 warst du sogar „eine Hälfte“ des Hessentagspaares und damit so nah am Geschehen wie kaum jemand sonst. Was fällt dir spontan als dein unvergesslichstes Hessenstagserlebnis ein?

Lisa-Marie: Mein unvergesslichstes Hessentagserlebnis war eindeutig die große Eröffnung vor dem Rathaus. Der Goldregen, die vielen Menschen, die Musik… das war ein unbeschreibliches Gefühl, denn auf diesen Tag haben wir so lange gewartet und uns vorbereitet.

 

Piera: Nur einmal angenommen, du könntest dich noch einmal der Wahl zur Goldmarie stellen: Was wären für dich die wichtigsten Gründe dafür, dieses Amt noch einmal auszuüben?

Lisa-Marie: Zum einen ist da so viel Zuspruch von den Menschen um einen herum,  man lernt sehr viele neue Leute kennen, kann an vielen Veranstaltungen teilnehmen und wird überall sehr nett Empfangen. Für mich ist allerdings der größte Punkt, dass man als Person viel dazu lernt und charakterlich wächst.

Piera: Wird man als Goldmarie eigentlich erkannt, wenn man in Korbach shoppen geht und wie reagieren die Menschen, bei solchen zufälligen Begegnungen?

Lisa-Marie: Durch meine Präsenz am Hessentag gibt es wirklich erstaunlich viele Menschen die mich (er)kennen, mich oftmals auch darauf ansprechen und sich auch freuen wenn sie mich sehen. Oft wird man aber auch nur angeguckt oder man bekommt mit wie jemand flüstert: „Ist das die Goldmarie?“ Wenn man darauf spontan antwortet, sorgt man immer für einen Lacher und Gesprächsstoff.

Piera: Du hast während deiner Amtszeit sicher viele Menschen neu kennengerlernt; darüber hinaus aber auch deine Heimatstadt aus einer ganz neuen Perspektive erfahren dürfen. Wie hat sich dein Bild von Korbach dadurch verändert im Vergleich zu vorher?

Lisa-Marie: Meine Perspektive hat sich indem geändert, dass man sich überhaupt erstmal mit seiner Heimatstadt beschäftigt. Denn wenn man mal ehrlich ist, kennen wahrscheinlich die wenigsten Leute die Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten und auch Eckdaten ihrer Heimatstadt. Ich habe in den letzten drei Jahren diese Dinge ausführlich kennengelernt, weiß jetzt welche besonderen Orte man in Korbach und Ortsteilen unbedingt mal gesehen haben sollte und habe auch erleben dürfen, dass die Einwohner von Korbach bei jeglichen Veranstaltungen ein super Team sind und sich gegenseitig unterstützen. Im Ganzen hat sich durch die Zeit als Goldmarie mein Bild von Korbach noch positiver verändert, da man jetzt ein ganz anderes Wissen hat.

Piera: Welche Ratschläge gibst du deiner künftigen Nachfolgerin mit auf den Weg?

Lisa-Marie: Hab Spaß an allen Auftritten - egal wie aufgeregt man manchmal ist, nimm an so vielen Veranstaltungen teil wie möglich und genieß die Zeit als Goldmarie.

Piera: Korbacher Goldmarie zu sein, ist ein Ehrenamt. Fühltest du dich von Stadt und Korbacher Hanse ausreichend unterstützt?

Lisa-Marie: Absolut! Man „arbeitet“ die ganze Zeit eng zusammen, spricht Termine ab, wird nach seiner Meinung bei z. B. der Veröffentlichung von Zeitungsartikeln und Bildern gefragt und entscheidet über so gut wie alle Aktivitäten mit. Gerade auch weil es ein Ehrenamt ist, sind diese Absprachen sehr wichtig.

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